Merkur hält mich immer noch auf Trab … :-)! Dieses Mal gibt es für mich einen tierischen Sommer. Ich freue mich immer, wenn ich beim Spazierengehen Rehe und Eichhörnchen sehe, selten einmal einen Feldhasen und noch seltener einen kleinen Fuchs. Letztens traf ich einen eifrigen Buntspecht und einen schwarzen Specht mit rotem Haarschopf.

Etwas später lag eine kleine Maus mitten vor mir auf dem Gehsteig. Zuerst glaubte ich, sie sei tot. Doch dann sah ich, dass sie noch atmete. Ich hob sie behutsam auf. Sie war so süß und weich. Ihre Vollkommenheit berührte mich sehr. Ich nahm sie mit, um sie etwas aufzupäppeln und machte ihr ein gemütliches Nest. Allerdings war sie zu jung, um selbst essen zu können und alles, was ich probierte, blieb erfolglos, sodass sie nach zwei Tagen friedlich einschlief. Ich wollte sie retten und brachte ihr den Tod. Wenn ich sie liegengelassen hätte, wäre sie mit großer Wahrscheinlichkeit auch gestorben, selbst wenn ich sie etwas zur Seite ins Gras gelegt hätte.

Es hat mich sehr zum Nachdenken angeregt. Wir tun etwas, weil wir helfen wollen, doch was würde geschehen, wenn wir es nicht täten. Vielleicht würde einiges einen harmonischeren und stimmigeren Verlauf nehmen? Auf jeden Fall hat unser Eingreifen viel mehr Auswirkungen und Konsequenzen als uns das manchmal bewusst ist. 

Zur gleichen Zeit fütterte ich Tiere, weil die Besitzer auf Urlaub gefahren waren. Viele Fische in einem großen Aquarium, Hamsti, den Hamster, dem sicher sehr langweilig war, den ganzen Tag so in seinem Käfig und der sich immer riesig über den frischen Salat und die Hamster-Leckerlis freute, die er bekam, Babykatze, die ein süßes, flauschiges Fellknäuel mit großem Hunger war, das viel miaute und schnurrte und Alex, den Bartagamen. Wir benötigten ein bisschen, bis wir langsam warm miteinander wurden. In seinem Zimmer stapelten sich die Plastikschächtelchen mit den lebenden Insekten, die er zum Fressen erhält. Ich gab ihm einige kleine Mehlwürmer und das fühlte sich nicht so gut an. 

Abgesehen davon, dass ich, ganz wertend gesehen, Mehlwürmer nicht ästhetisch finde. Da muss ich mich schon sehr bemühen, ihre göttliche Schönheit wahrzunehmen. Doch ich dachte mir, dass wenn wir alle so aussehen würden, wäre es für uns wahrscheinlich total normal und wir würden uns sicher gefallen. Und wir wissen ja auch nicht, was die Mehlwürmer zu unserer menschlichen Form sagen. Vielleicht finden sie sie unpraktisch und hässlich? Es kommt ja immer auf den Standpunkt des Betrachters an.

Was mich allerdings viel mehr bewegte war, dass ich, als ich Alex fütterte, das Gefühl hatte, ich würde über die Lebenswertigkeit von anderen Wesen entscheiden. Ich brachte schon wieder den Tod – dieses Mal den Mehlwürmern. Es spürte sich nicht stimmig an. Als ich das meiner buddhistischen Freundin erzählte, meinte sie, dass das schlechtes Karma bringen würde.

Selbst beim Hunde füttern finde ich es komisch, Gandhi so viele andere Tiere zum Fressen zu geben – doch die sind wenigstens schon tot und verarbeitet. Und mit einer veganen oder vegetarischen Hundeernährung wäre Gandhi ganz bestimmt nicht glücklich.   

Doch das mit den Mehlwürmern ist noch einmal ein eigenes Kapitel für sich … auf jeden Fall möchte ich keinen Bartegame oder etwas ähnliches als Haustier haben …

Möge mir das Kollektiv der Mehlwürmer verzeihen!

Merkur flitzt mit mir durch das Jahr … da kann einem manchmal schon ein bisschen schwindelig werden. Doch bevor er mit mir wieder weiter düst, wollte ich einfach wieder einmal kurz Hallo sagen und berichten, dass ich seit einigen Wochen versuche, mir die Basis des Flamenco-Tanzes näherzubringen. Das ist für mich nicht so leicht, wie es klingt. Es fiel mir immer schon schwer, mich an vorgegebene Schrittfolgen zu halten. Deshalb habe ich auch meinen jugendlichen Tanzkursbesuch nicht bis zum Ende durchgestanden, sondern bin stattdessen lieber mit Freunden im Park gesessen. Und deshalb bin ich dann auch beim Ausdruckstanz gelandet, da gab es keine Vorgaben. Uff, und von der Arm-Bein-Nicht-Mehr-Vorhandenen-Erst-Wieder-Finden-Müssenden-Koordination beim Flamenco ganz zu schweigen … wir werden sehen, wie lange meine Liebe zu meiner neuen Passion anhält :-).

Vor einiger Zeit, habe ich einen Film gesehen, der mich sehr berührte. Er handelt von der Einführung des Frauenwahlrechtes und spielt in der Schweiz. Es ist kaum zu glauben, dass das noch gar nicht so lange her ist. Der Film heißt: Die göttliche Ordnung.  

Und über Pfingsten bin ich in Leipzig gewesen – obwohl ich erst im April in Nebra bzw. in Halle bei der Himmelsscheibe, also ganz in der Nähe, war. Wir tummelten uns dort auf dem „WGT – Wave and Gothic Treffen“, haben die Stadt etwas erkundet und die Yoko Ono Ausstellung besucht. Voll cool :-). Seither bin ich übrigens Yoko Ono Fan – wer die Ausstellung noch nicht gesehen hat und die Möglichkeit dazu findet, sollte dieses tun! Bis 7. 7. ist sie noch im Museum der bildenden Künste Leipzig zu besichtigen: Peace ist Power! 

20181223_153742 Ist sie/er nicht wunderschön? 

20181223_153838 Ich habe diesen Frauenschuh bzw. Venusschuh vor vielen Jahren zum Geburtstag bekommen. Damals blühte er. Seither nie wieder – bis zu diesen Tagen!

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Er ist mein diesjähriger „Barbarazweig“. Somit wird es ein fruchtbares und gutes, neues Jahr! Das wünsche ich euch auch allen von Herzen!

Mädels, das ist etwas, das wir auf jeden Fall wissen sollten! Eleonore hat es mir erzählt, inklusiver einer entsprechenden Zugabe in Form eines orangefarbenen Lippenstiftes. (Vielen Dank – voll cool :-)!)

In diesem Jahr wird der Lippenstift, so wie wir ihn kennen, 135 Jahre alt! 1912 sollen die zwei Frauenrechtlerinnen, Elizabeth Cady Stanton und Charlotte Perkins Gilman, einen Lippenstift, bei einer Demonstration für das Frauenwahlrecht in New York, als Symbol ihrer Emanzipation getragen haben.  

Also ihr Lieben, wo ist euer Lippenstift …

Hurra! Geschafft! Letztes Wochenende habe ich meine 4jährige Yogalehrausbildung abgeschlossen. Es war eine sehr arbeitsintensive Zeit gewesen: mehr als 700 Unterrichtseinheiten, Lehrprobenvorbereitungen und -durchführungen, Kleingruppenarbeiten, anatomische und andere schriftliche Hausübungen, eine dreiteilige, schriftliche Abschlussarbeit bezugnehmend auf spezielle Fragestellungen im Umfang eines kleinen Buches und ein abrundendes Abschlussverfahren …

Ich bin dankbar, dass ich so viele wunderbare Menschen kennenlernen und so viel lernen durfte. Es hat mich sehr bereichert.

Jetzt lasse ich erst einmal alles auf mich wirken. Ich bin gespannt, wohin mich mein Yoga-Weg noch führen wird und was ich weiter oder als nächstes Lernen und Vertiefen werde.

Es gäbe da so viel, das mich interessieren würde …

Im Moment ist im Himmel wohl ein Engelnotstand, denn sonst würden nicht so viele von der Erde zurückbeordert werden. Eine Freundin ist vor zwei Wochen, sehr plötzlich, verstorben. Am Freitag, als ich gerade mit einer venusischen Gruppe in Willendorf unterwegs gewesen bin, wurde sie beerdigt. Dort hätte es ihr auch gefallen.

Ich habe festgestellt, dass es bei einem vollen Terminkalender gar nicht so einfach ist, sich die Zeit zum Trauern und Abschiednehmen zu geben. Es lenkt sehr ab. 

Wir hatten uns in den letzten Jahren nicht mehr gesehen. Wir haben uns zu Weihnachten und zum Geburtstag geschrieben. Dabei erwähnten wir jedes Mal, dass es schön wäre, uns bald wieder einmal zu treffen.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich ihr jemals gesagt habe, wie wichtig sie für mich war und wie unendlich dankbar ich ihr gewesen bin, für all ihre Liebe und Unterstützung über viele Jahre hindurch. Sie hat auf meine Kids aufgepasst, als diese noch klein waren und ich gearbeitet habe, sie war in diesem Kontext mit uns auch auf Reisen gewesen. Sie hat mir geholfen, meine Angst vor dem erneuten Autofahren zu überwinden, nachdem ich einige Jahre keines mehr selbst gelenkt hatte. Sie war für mich Tag und Nacht da. Wir haben stundenlang geredet. Sie hat mich getröstet, als ich Liebeskummer hatte. Sie war mit mir in England, als ich zum ersten Mal in einer Karaoke-Bar gelandet bin. Wir waren gemeinsam auf Bällen, haben viel gelacht und viele Zigaretten geraucht. 

Sie war unendlich kreativ und zauberte aus einfachen Dingen, kleine, magische Geschenke. Sie hatte ein unendlich großes Herz, obwohl sie kein leichtes Leben hatte.

Eigentlich ist es schade, dass mir erst jetzt, nachdem sie nicht mehr da ist, bewusst wird, wie viel sie mir wirklich bedeutet hat.

Im Moment spüre ich noch sehr ihre Gegenwart. Das finde ich schön, auch wenn viele Tränen fließen. 

Wir werden uns bestimmt wiedersehen!

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Ich bin jetzt vier Jahre alt. Mein Frauchen hat gesagt, dass ich jetzt erwachsen bin und mich entsprechend benehmen soll. Ich weiß zwar nicht, was das heißt, doch ich hoffe, es schmeckt lecker!

 

Urlaub in Sistransien – mit Einhorn! Denn wer kann einem Einhorn schon widerstehen – ich nicht!

Einhorn, ich hab dich so lieb!

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Es ist gar nicht so einfach, auf ein Einhorn aufzusteigen oder auf ihm zu sitzen!

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Doch wenn man es einmal geschafft hat, ist es sehr entspannend!

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Gestern habe ich das erste Mal in diesem Leben Marmelade eingekocht. Weil wir so viele Zwetschken bekommen haben und ich schon Zwetschkenkuchen, Zwetschkenstrudel, Zwetschkenauflauf und Zwetschkensaft gemacht hatte (Zwetschkenknödel schmecken mir nicht), fiel mir nichts anderes mehr ein. Da ich nicht so auf Zucker stehe – ich bin ja selbst so süß – habe ich mich für ein zuckerfreies Rezept aus dem Internet entschieden. Es hatte viele positive Bewertungen … hm, jetzt habe ich saure Trinkmarmelade – sie schmeckt sehr, sehr interessant – ich hoffe, ich bin in anderen Bereichen talentierter! 

Dafür haben wir heute wieder einmal einen Familienausflug unternommen – wir besuchten das „Haus steht Kopf“ in Terfens. Das wollten wir uns schon lange ansehen. Durch die Schräge des Bodens entsteht ein komisches Gefühl – fast ein bisschen wie ein Schwindel – das war eine witzige Erfahrung:

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Ostern ist ein wunderbares Fest – so voller Hoffnung auf Neubeginn, Frühling, frische Energie, Lebendigkeit und Lebenskraft.

Deshalb habe ich gestern Eier gefärbt – mit gesunden, natürlichen Bio-Farben!

Hm, also ich habe drei Stunden gebraucht, und das Ergebnis ist sehr blass. Man sieht den Eiern richtig an, dass sie mit ökologisch-wertvollen Farben in Kontakt gekommen sind. Wenn ich werten würde, was ich ja nicht tue, würde ich sagen, dass sie weder schön aussehen, noch bunt, ansprechend oder einladend – sie sind, bei der Göttin, keine Augenweide – nur meinem Gewissen tun sie gut …